Obwohl ich mich jahrelang nicht direkt mit Problemen des Sehens beschäftigt
habe, habe ich dennoch viele erstaunliche Erfahrungen gemacht. Tatsächlich
gehören unsere Augen zu den unbegreiflichsten Teilen unseres Körpers,
sehr geheimnisvoll, sozusagen das Tor zu unserer Seele.
Wunder
& erstaunliche Erfarungen
Sylvester 1974 nahm ich an einem Workshop mit Jules Grossmann teil, damals
ein bekannter Name für Bioenergetic. Nach drei Tagen bewegten wir uns
in einem Meer voller Liebe und Offenheit. Am Abend nach Sylvester, fast
ohne Schlaf, entschlossen wir uns, in einem Alpental, zu einem speziellen
Restaurant zu fahren.
Ich fuhr in dem Auto mit, das Riccardo, der eigentlich sehr kurzsichtig
war, lenkte. Er fuhr im Dunkeln, ohne Brille und es war nebelig.
Er hatte sie während der letzten drei Tage nicht getragen, das war
eine Gruppenregel. Schließlich entdeckte er zwei Dinge: erstens, daß
er total normal sehen konnte und zweitens, daß er während der
drei Tage seine Kurzsichtigkeit einfach vergessen hatte.
Da das Leben kein Märchen ist, lebte er nicht "glücklich
bis ans Ende seiner Tage". In den folgenden Tagen kam seine Kurzsichtigkeit
langsam wieder. Wir fühlten uns traurig und hilflos. In dieser Zeit
entstand der Wunsch, ich muß erstens einen Weg finden, damit solche
Wunder geschehen können und zweitens, daß sich das Errungene
stabilisiert.
Jahre später gab ich jemanden eine Körpertherapiesession. Ich
hatte gerade in meiner Shiatsuarbeit einige neue Techniken integriert und
ich war über das Ergebnis sehr zufrieden. Insbesondere beeindruckte
mich der vollkommen entspannte Ausdruck meines Klienten.
Er hatte sich etwas verändert, er sah kräftiger, jünger,
strahlender und hübscher aus. Ich bat ihn in den Spiegel zu schauen
und sah in seinem Ausdruck, daß er selbst auch sehr angetan war von
dem, was er sah. Dann hatte ich plötzlich eine Idee. Ich fragte ihn,
ob seine Sehschärfe sich irgendwie verbessert hatte. Die Antwort war
erstaunlich: "Ja sicher!... Aber vielleicht ist da eine
wirkliche Verbesserung, aber NEIN, nicht wirklich."
Etwas in mir zog sich zusammen. Das schlimmste war, während er sich
betrachtete und über seine Sehfähigkeit entschied, kam seine alte
Körperhaltung mitsamt den Verspannungen wieder zum Vorschein.
Aus dieser Erfahrung eine neue Frage ergab sich: Warum sind die Augen
so eng mit Verspannungen verbunden?
Die Bates
Methode
Zu dieser Zeit lernte ich die Methode von Bates, zur Verbesserung der
Sehfahigkeit kennen.
Obwohl Bates wirklich ein Pionier auf seinem Gebiet ist, seine Arbeit wirklich
sehr vielfaltig und innovativ ist, war ich nicht vollig zufrieden.
Eine Zeitlang arbeitete ich mit einem Frend, der innerhalb weniger Jahre,
ausgehend von starker Kurzsichtigkeit, wieder fast normal sehen konnte.
Mit ihm habe ich an einer Gruppe teilgenommen, in der fast keiner der Teilnehmer
seine Sehfahigkeit verbesserte. Erstaunlicherweise wurden die besten Resultate
von einer der Übersetzer und dem Assistenten erzielt. Beide hatten
die Übung eher nachlassig gemacht und manchmal gar nicht, weil sie
was zu tun hatten. Es besteht eine einfache Logik::wenn du besser sehen
willst, siehst du schlechter. Je mehr du dich anstrengst, desto schlechter
siehst du, und umgekehrt je weniger du damit befaßt bist, desto besser
wird dein Sehvermögen. Das ist wie eine Frage im Zen: Warum sollten
Menschen in eine Augengruppe kommen, wenn sie nicht dazu angehalten werden,
alles dafür zu tun, ihre Sehfähigkeit zu verbessern? Wir können
ja nicht nur Gruppen für Übersetzer und Assistenten machen.
Neue
Wege
Ich beschloß, daß die Zeit reif war, meinen eigenen Weg zu
gehen. Ich begann, mir Methoden zu erarbeiten und zu erproben, bei denen
Streß und Erwartungshaltungen keinen Platz haben. Der Lernprozeß
ist überraschend, stimulierend und belohnend aus sich heraus, wie ein
guter Film, ein schöner Urlaub, ein schönes Ballett. Ich fand
in verschiedenen Gebieten Unterstützung, z. B. im NLP (Neuro Linguistic
Programming), in der Arbeit von Tomatis im Bereich des Hörens. Aber
um diese Ansätze für den Bereich des Sehens zu übersetzen
und zu integrieren, brauchte es seine Zeit. Ich mußte erstmal Entwicklungsarbeit
leisten. Ich habe an verschiedenen Seminaren und Workshops, z. B. Managementrainings
zum Streßabbau, teilgenommen, bevor ich ein eigenes Programm entwickelte,
daß "The Art of Vision" (später "Buena Vista")
genannt ist. Jeder Schritt soll einfache und angenehme Erfahrungen vermitteln.
Das Verständnis für das Sehen und wie wir gehindert werden, normal
zu sehen, wächst ganz von allein und wirkt augenblicklich entlastend.
Keine langweiligen Übungen, keine dramatischen Gefühle. Angenehme
Überraschungen passieren in einer komfortablen und entspannenden Umgebung.
Falls es nach einer Mittelmeerkreuzfahrt klingt; kein Wunder, es ist
so gemeint!
Die
Augen als Spiegel der Seele Besser Sehen
Klarheit durch Laser? Rasterbrille Holiday on eyes
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